Gedanken am Wege Vermischtes

Wohin? – Ins Steinerne Meer!

Drehkreuz Wandern Berg

Oder: Darf ich etwas empfehlen, das ich gar nicht richtig gesehen habe?

Neulich fragte eine Kletterpartnerin um Rat: Wohin sie denn zum Wandern gehen könnte mit ihrer Freundin. – Puuuh, was weiß denn ich!?!

Was Schönes solle es sein. Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Nur ein paar Tage.

Mein Hirn ratterte los. Nur, um jede seiner Ideen gleich wieder zu verwerfen: Berliner Höhenweg? Nee. Wunderschön, aber zu viele Tage. Irgendwas in den Berchtesgadenern? Das Wetter muss halt passen. Vielleicht die Soiernrunde? Nö, das ist eher was für ein schönes Herbstwochenende. Etwas in den Allgäuern? Ach nein, das ist ja ihre Heimat …

Noch mal von vorn überlegen: Wenn sie wandert wie sie klettert, brauche ich mir keine Sorgen um sie zu machen. Also, vielleicht ja doch die Berchtesgadener Alpen? Das Steinerne Meer? Ja, das wär’s doch.

In diesem Moment fühle ich mich wie ertappt: Darf ich das Steinerne Meer überhaupt empfehlen? Schließlich bin ich auf einer Runde im nördlich angrenzenden Hagengebirge nur mal dran entlang geschrabbelt. Wunderschöne Blicke hinüber waren’s. Und viel Restschnee lag noch. Unter dem gab’s vom viel gepriesenen Karsthochplateau eigentlich nicht viel zu sehen. Vorher war ich mal auf der Watzmannrunde. Hauptsächlich im Nebel. Echte Einblicke ins Steinerne Meer? Abgesehen von diesem 100-Meter-Sichtkreis, der auf dem Weg zum Kärlinger Haus mit uns mitwanderte – Fehlanzeige.

Jetzt stand fest: Genau dorthin! Sie überhaupt zum ersten Mal. Und ich unbedingt wieder.

Trotz Nebel gefunden: Funtenseehaus im Steinernen Meer
Trotz Nebel gefunden: Funtenseehaus (Kärlinger Haus) im Steinernen Meer

 

 

  1. Unbedingt! Ich kann es nur empfehlen, stehe ich doch nach drei Wochen immer noch ein wenig unter dem Eindruck der drei Tage dort. Das Ingolstädter Haus ist eine Oase der Gemütlichkeit in dieser kargen Landschaft. Liebe Grüße!

  2. Ja, darfst Du. Ist ja eine tolle Ecke der Ostalpen! Ich war letztes Jahr bei Sonnenschein und heuer bei ähnlich schlechtem Wetter dort. Meine Alpenüberquerung Salzburg-Triest geht dort da ja durch. Bin nur noch am Überlegen, ob es vom Kärlingerhaus direkt oder über das Ingolstädter Haus gehen soll.

    Viele Grüße

    Christof

    • Hallo Christof,
      Dein Projekt ist spannend. Und die Hütten-Auswahl lässt ja immer auch Alternativen zu, auch bei Klassikern und solchen, die es noch werden wollen ;-). So es die Bedingungen zulassen, würde ich ja gar nicht erst über die Gotzen-Alm gehen, sondern den Weg Berchtesgaden – Schneibstein- o. von-Stahl-Haus – Wasseralm – Kärlinger- o. Ingolstädterhaus wählen.
      Viele Grüße und gute Erholung, Nadine

      • Danke. Da die Route ja gen Süden geht, wird sie in den ersten Etappen so ausschauen: Salzburg – Toni-Lenz-Hütte – Stahlhaus – Berchtesgaden – Gotzenalm oder Wasseralm – Kärlingerhaus oder Ingolstädter Haus – Riemanhaus – Maria Alm usw. Der Umweg über den Schneibstein bzw. das Hagengebirge ist leider nicht mehr drin. Die Alpenüberquerung ist eher zu hart als zu lasch. Habe ich dieses Jahr gesehen, als mehrere aus unterschiedlichen Gründen (Knieschmerzen, umgeknickt, zu schlechtes Wetter, zu viel Gepäck) die Tour abgebrochen haben, obwohl sie nur einen Abschnitt gehen wollten. 😉

        Viele Grüße

        Christof

        • Da hast Du sicher Recht. Auf Mehrtageswanderungen gewöhnt sich der Körper zwar an die Strapazen, aber er wird eben auch ganz schön gefor­dert. Und ein unge­woll­ter Abbruch sollte sicher zumin­dest irgendwo im Hinterkopf mit ein­kal­ku­liert wer­den. Es gibt genü­gend Variablen, die nicht zu beein­flus­sen sind. Außer: zu viel Gepäck. 😉

  3. 😀
    Nach dem Sommer ist vor dem Sommer …

    • Genau die richtige Einstellung, liebe Clara. Manchmal fängt eine Tour plötzlich gar nicht erst an. Weiter gute Besserung!

  4. Steht auch seit langem auf meiner Bucket List! Jetzt geht es nur noch um die Umsetzung. 😉

    LG,
    Chris

    • … another one bites the dust … „bucket list“ ist und bleibt ein ziemlich blöder Begriff. Aber wir können ja mal gemeinsam ins Steinerne Meer. 😉

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