Meine Bücher

Draußenlust

52 kleine und große Eskapaden in den Bayerischen Alpen

(Gewinnspiel & a bissl Eigenwerbung)

Eines vorweg: Genauso gut hätte dieses Buch vollkommen anders aussehen können. Mit 52 Eskapaden entlang der Alpen, zwischen Oberstdorf und Berchtesgaden; an Plätzen, die ein Stückchen tiefer im Wald, etwas höher am Berg, auf einer anderen Alm, in einem anderen Tal zu finden sind. Denn genau genommen geht es gar nicht so sehr um die Orte selbst, sondern die Dinge, die wir dort erleben und wahrnehmen können. 

Um noch ein „genau genommen“ anzubringen: Mir hätte ein „entlang der Bayerischen Alpen“ im Titel einen Ticken besser gefallen. Denn was recht schnell klar wurde, als ich die Ideen für dieses Buch zusammenstellte: Statt Alpengipfeln – wie es der Titel vielleicht vermuten lässt – steht das Dazwischen, das Daran und Davor im Mittelpunkt. – Der Ausflug zu einem Wasserfall in der Jachenau genauso wie das Umradeln des abgelassenen Forggensee. Überhaupt kommt, was mir wiederum erst jetzt auffällt, viel Wasser in den Alpen-Eskapaden vor. Aber nicht umsonst werden die Alpen ja auch als das Wasserschloss Europas bezeichnet: hier regnet und schneit es mehr als im Tiefland.

Da drängt es sich auch ganz von alleine auf, zu so ziemlich jeder Gelegenheit raus zu gehen. Zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter. Extremsituation mal außen vorgelassen, denn die werden in den Alpen mitunter schneller als im Flachland heikel. 

Mal sind es also der blaue Himmel, die weißen Berge und das Grüne Land, die zu einem Frühlingsspaziergang im Allgäu einladen. Dann wieder lockt eines dieser warmen Sommerwochenenden, um den Sonnenaufgang an einem Gipfel zu erleben. Im Herbst ruft die Ruinenlust, um ein längst aufgegebenes Zementwerk im gelb und orange gefärbten Wald aufzuspüren. Und im Winter entpuppen sich selbst Plätze als still, die sich in anderen Jahreszeiten dem touristischen Trubel aus aller Welt stellen.

Natürlich gibt es auch echte Gipfelziele im Buch. Die Kampenwand, aus gutem Grund ein Klassiker. Oder die Soiernspitze, die ganz weit vorn unter meinen Favoriten rangiert.

Gibt’s nen Liebling? – Jein!

Ich wurde nun schon einige Male gefragt, was meine Lieblingsgeschichte ist. Da möchte ich mich gar nicht festlegen, denn an jedem einzelnen Erlebnis hängen besondere Erinnerungen und viele Eindrücke: Der spiegelglatte Walchensee hat es mir beim sommerlichen Kajaken genauso angetan wie der dick eingeschneite Frillensee bei einer Winterwanderung.

Winter an der Halbammer. In den Ammergauer Alpen.
Spät im Ammergauer Alpen-Winter und unspektakulär spektakulär: Spuren suchen an der Halbammer.

Und dann ist da noch die Marxenhöhe: Ein kleiner Spaziergang führt dorthin. Auf der Marxenhöhe erlebte ich eine Auszeit, die mir ganz von selbst gute Laune bringt, wann immer ich daran denke: Dort, mit fabelhaftem Watzmann-Blick, habe ich nämlich geschaukelt. Auf einer Schaukel „mit mit einem Sitz aus dickem Eichenholz, gehalten von starken, roten Seilen, die weit hinauf in eine Baumkrone reichen“; wie ich’s im Buch beschreibe.

Diese Geschichte, Eskapade #7, gehört inzwischen der Vergangenheit an. Denn die Kiefer, an der die Schaukel aufgehängt war, hat den außergewöhnlich schneereichen Januar 2019 (just in diesem Moment wurden die Alpen-Eskapaden gedruckt) nicht überlebt. Die Schneelast hat sie einfach umgehauen, wie so viele andere Bäume in den oberbayerischen Bergen auch in jenen Wochen. Als ich nun beim Erscheinen des Buches davon hörte, dass es auch diesen Schaukelbaum erwischt hat, stimmte mich der Verlust dieses ganz besonderen Ortes, dieser ganz besonderen Stimmung, die sich so nicht wiederbringen lässt, traurig.

Das Schaukeln auf der Marxenhöhe hat einmal mehr gezeigt, wie wenig es mitunter braucht, um Menschen glücklich zu machen. Keine künstliche Erlebniswelt, wie auch immer sie geartet sein mag, kann einen solchen Moment mitten in der Natur ersetzen. Es ist aber trotz allem Verlust ein kleines Trostpflaster, dass sich auch ohne den vielleicht schönsten Schaukelbaum der Alpen der kurze Spaziergang zur Marxenhöhe lohnt – sehr viel einfacher kann man einen so tollen Blick auf Watzmann und Co nicht haben. Einfach mal ausprobieren! 

Über Berchtesgaden: Blick von der Marxenhöhe auf den Watzmann.

Gewinnspiel

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, eine oder auch mehrere Alpen-Eskapaden kennenzulernen, ist herzlich eingeladen. Hier im Blog verlose ich drei Exemplare des Buches. Du möchtest eines gewinnen? Alles, was du du dafür tun brauchst:

Ich würde gerne wissen, ob du so etwas wie einen Lieblingsplatz in den Alpen in Bayern hast. Wenn ja – was macht diesen Ort für dich so besonders? Und wenn du teilnehmen möchtest an der Verlosung, aber noch nie in den Bayerischen Alpen warst, verrate mir doch statt dessen, wohin genau zwischen Allgäu und Berchtesgadener Land du gerne mal reisen würdest und warum es dich genau an diesen Ort in den Alpen zieht.

Ganz gleich, ob kurze oder lange Antwort. – Du kannst bis Sonntag, 5. Mai 2019, 23:59 Uhr kommentieren um in die Lostrommel zu kommen. Viel Glück! 

Ach ja: Die Eskapaden in den Bayerischen Alpen sind Teil der Reihe DuMont Eskapaden. In der nun schon zweiten Staffel sind, neben anderen, auch der Bayerische Wald und die Lüneburger Heide dabei.

(Das Prinzip: Jede Eskapade wird auf zwei Doppelseiten beschrieben. Hier auch das pdf von Eskapade #35, die in die Allgäuer Hochalpen zu den Steinadlern führt.) 

  1. Christian

    Ins Allgäu ins Gunzesrieder Tal und dort auf …. einen schöner gemütlicher Voralpenberg, mit genialer Sicht aber vor allem mit jeder Menge Erinnerungen aus der JDAV-Zeit und drüber hinaus, aber das wär für ein Kommentarfeld zu viel 🙂

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