Meine Bücher

Waldwunder

Vom Glück, im Grünen zu sein

(Verlosung & a bissl Eigenwerbung)

Wann immer ich über „Wald“ nachdenke, bringen mich meine Gedanken früher oder später unweigerlich weit in meine Kindheit: Wohl nahezu jedes Wochenende verbrachte ich damals mitten im Wald, auf einer Datsche, einem Wochenendhäuschen. Der letzte Kilometer dorthin führte zunächst rechterhand an einem Pferdestall und einigen Koppeln vorbei; kurz darauf setzte mein Vater an einem Försterhaus den Blinker und wir bogen links ab. Jetzt verschluckte uns der Wald, ganz langsam – in meiner Erinnerung ist die Schotterstraße in erster Linie eine Schlaglochpiste, die von der Wochenend-Waldbewohner-Gemeinschaft immer wieder ausgebessert und vom nächsten großen Regen immer wieder ausgespült wurde. Am Ende dieser Piste waren wir da, mitten im Grünen.

Geräusche, Gerüche, Erinnerungen

Mein üblicher Wald-Aktionsradius war an einem Ende des Gartens von einem kleinen Bach begrenzt. Am anderen Ende ging es in den stillen, aber niemals lautlosen Wald hinein, ein kleines Stück bergan und bis zu einem Kanal. Zwischen diesen beiden Wassern verbrachte ich also den Teil meiner frühen Kindheit, an den ich mich besonders deutlich erinnere: Im Sommer war es ein großer Spaß, wenn endlich die Kapseln des Springkrauts prall genug im Saft standen, um bei der leichtesten Berührung zu zerbersten. Im Herbst sammelten wir Pilze und in einem Winter stapfte ich tapferen Schrittes auf kurzen Ski meine allerersten Runden. Dann sind da die Erinnerungen an Gerüche. Wie der etwas penetrante rund um einen Dachsbau. Der von Regen. Und auch der vom warmen Heizlüfter, vor den mich meine Mutter nach meinen ausgiebigen Draußen-Abenteuern oft genug erst einmal setzte.

Waldwunder heute

Inzwischen sind es andere Wälder, in denen ich immer wieder Zeit verbringe: Ich bin rund um München unterwegs, vor allem aber auch in den Alpen oder im Bayerischen Wald. Und von letzteren erzähle ich als Co-Autorin in „Waldwunder. Vom Glück, im Grünen zu sein“. Das Buch versammelt kleine Auszeiten in Bildern und Geschichten:

Da geht es zum Beispiel in die nordischen Wälder: Kerstin Beck (Blog Paradise Found) erzählt vom schottischen Herbst, in dem „das Wetter alle fünf Minuten seine Laune ändert und die ohnehin schon dramatische Landschaft so richtig in Szene setzt.“ Andere Geschichten führen in die Wälder des Ostens: In die Südkarpaten, in „Das Land jenseits der Wälder“ möchte ich am liebsten jedes Mal aufbrechen, kaum dass ich in dem Transsilvanien-Essay von Cornelia Dörr (Dörr Photodesign) blättere. Und auch die Wälder des Südens haben ihren Reiz: Andreas Riedmiller (Blog Lust auf Natur) war „Auf den Spuren der Korkeiche“ im portugiesischen Alentejo unterwegs. Und zu Hause, in den heimischen Wäldern? – Da würde ich es bei nächster Gelegenheit Monika Herbst (Blog Harzlust) nachmachen wollen, die auf Langlaufski durch den Harz cruiste, an einem dieser Wintertage, an denen sich die Fichten in steife, weiße Kleider gehüllt haben „wie Bräute, die gleich vor den Altar geführt werden“.

Ich selbst habe drei Geschichten aus den heimischen Wäldern beigesteuert. Genau genommen gehe ich an die Wald- und Baumgrenze. Denn ich bin in den Bergen unterwegs: ich durchstreife den Nationalpark Bayerischer Wald, der an einem frühen Maimorgen unter einem Eispanzer erstarrt ist. Dann wieder lausche ich im September dem Röhren der Hirsche rund um die Wasseralm im Nationalpark Berchtesgaden bevor ich nochmals später im Jahr auf dem Innsbrucker Zirbenweg dem Zirbenzauber erliege, als das Weiß des ersten Schnees das Grün der Zirben und das Gelb der Lärchen umhüllt.

Waldwunder: Im Zirbenwald oberhalb von Innsbruck

Zwischen all den Geschichten kommen immer wieder Menschen zu Wort, die dem Wald auf ganz besondere Art verbunden sind. Eine Duftexpertin, die den würzigen Walduft in ihren Parfümkreationen einfängt. Oder ein Zeidler, der Bienenvölker wie anno dazumal in Baumhöhlen hält …

Gewinnspiel

Wenn auch du jetzt große Waldlust verspürst und du schon bald ausgiebig in die Wälder Europas eintauchen möchtest: Ich verlose ein Exemplar der Waldwunder. Um in den Lostopf zu kommen, verrate mir doch in einem Kommentar unter dem Beitrag, welche besonders starke Erinnerung an einen Wald du hast oder welchen Wald du gerne mal besuchen möchtest. Das Gewinnspiel endet am Freitag, 30. November 2018, 23:59.     

Wenn ich dich auf den Wald-Geschmack gebracht habe und du „Waldwunder“ gerne schon vorher hättest, kannst du es in jedem gut sortieren Buchladen finden (oder mit der ISBN 978-3-7701-8222-0 bestellen).

Waldwunder – Das Röhren der Hirsche im Nationalpark Berchtesgaden

Update 5. Dezember 2018: Alles Einsendungen sind in die Lostrommel gekommen und gut durchmischt: Die Waldwunder gehen in Kürze zu Tahereh auf Reisen. Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Im-Wald-Abtauchen!   

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