Hölzchen und Stöckchen

Mein München-Venedig in Bildern

Alpenüberquerung München Venedig

Vier Wochen im Sommer 2015. Vier Wochen über die Alpen wandern. Start in München, Ziel in Venedig. Es ist geschafft. Und sicher werde ich auch das eine oder andere dazu schreiben. Für den Moment nur ein kurzes Fazit (nach dem ich bereits mehrfach gefragt wurde): Es war schön. Und es war anstrengend. Genügend Stunden, um einfach zu genießen. Oder nachzudenken. Über das was war und das was kommt. 

„History does not repeat itself, but it does rhyme“

Mark Twain

Hinzu kamen die Meldungen aus der Heimat. Meldungen darüber, dass Flüchtlinge von Budapest Richtung Österreich laufen. Ich kam ins Grübeln, ob das eigene „Aus-Spaß-an-der-Freude-über-die-Alpen-Laufen“ überhaupt noch „richtig“ sei. Ich hatte das Gefühl, zu Hause in München einen wichtigen Moment zu verpassen. Genau wie damals, im Sommer 1989, als ich als Jugendliche (und Kind des Ostens) von einer Urlaubsreise aus der Sowjetunion zurückkehrte. Auch damals sah ich Bilder von Flüchtlingen, die versuchten, Ungarn zu verlassen. Der Rest ist Geschichte.

Richtig: Geschichte wiederholt sich nicht. Aber es gibt Momente, in denen sie sich verdammt ähnelt.

  1. Das hört sich verdammt anstrengend, aber in einer Art und Weise auch sehr spannend an. Ich persönlich bin ein Fan von solchen Reisen, da ich gerne in der Natur bin. Es ist sicherlich kein Kindergeburtstag so etwas zu machen, aber am Ende überwiegt denke ich mal die Freude.

    Glückwunsch, das du es geschafft hast – Respekt.

    • Merci. 😉 Da hast du schon Recht – ein Sonntagsspaziergang ist’s nicht. Zwischendurch gibt’s immer wieder mal Tage, die zäh sind. Aber auch wundervolle Momente, wie auf der Lüsener Alm, auf dem Piz Boe oder auf dem Col Visentin (von dem man dann gleichzeitig sowohl nach hinten die Dolomiten als auch nach vorn die Adria und die Lagune von Venedig sieht). Und ja: In jedem Fall überwiegt die Freude, es geschafft zu haben.

  2. Schöne Collage – und was für ein Bart auf dem letzten Foto 🙂
    Und ja, es waren krasse Dinge, die sich abgespielt haben. Aber „richtig“ sind die eigenen Dinge in den meisten Fällen schon, es ist immer so, dass es den einen gut, den anderen schlecht geht. Deswegen muss man die eigenen guten Zeiten nutzen.

    • … ich glaube, ich verstehe, was du meinst. Klar lässt sich das Persönliche nicht ständig mit dem Allgemeinen abgleichen. Aber es ist natürlich dieses unbequeme Grundgefühl, das bleibt. Woran ich denke, ist nicht dieses „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, sondern eher so die „Gnade der Geburt mit dem richtigen Pass“. /// Abgesehen davon: Der Wildwuchs ist noch in Venedig wieder abgekommen. 😉

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  5. Das Foto mit der Kuh ist das beste. 🙂
    Ein sehr fotogenes Exemplar. 🙂

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  7. Freierfall

    So eine München-Venedig Tour würde mich auch interessieren. Aber es heißt ja immer, der Weg sei so überlaufen. Wie hast du das empfunden? Wanderautobahn mit Einbahnstraße, wo man sich bei Schlüsselpassagen hinten anstellen muss? Oder doch alles halb so schlimm?

    • Ja, ich würde sagen: Alles halb so schlimm. Als überlaufen würde ich da eher Oberstdorf-Meran bezeichnen. Ich war zwar tatsächlich überrascht, dass doch die eine oder andere Gruppe unterwegs ist. Vor allem in den Zillertalern war’s bei unserer Wanderung voll auf den Hütten. Ist sicher oft so, sofern man (wie wohl die allermeisten) irgendwo irgendwas von irgendeiner Ferienzeit mitbekommt. Aber es verläuft sich dann auch wieder. Und tagsüber wars nirgends auch nur ansatzweise Schlangestehen angesagt. Klar sollte sein: Wir sprechen von Mitteleuropa. Und wandern ist gerade in. Mit dem Kungsleden in der Nebensaison wäre es schwer zu vergleichen. Also: Wenn’s dich interessiert, würde ich empfehlen, es ganz entspannt anzugehen.

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