Hölzchen und Stöckchen

Welttag des Buches 2016

Blogger schenken Lesefreude

Unter Lesebegeisterten wird der 23. April auch hierzulande als Welttag des Buches immer bekannter.

Was noch nicht ganz so viele wissen: Viele bibliophile Blogger schenken rund um diesen Tag Lesefreude. In den vergangenen Jahren konnten die Blogleser so vielerorts Bücher gewinnen. In diesem Jahr hat sich das Konzept etwas geändert – gefragt sind Aktionen auch abseits von Gewinnspielen.

Ich werde das zum Anlass nehmen, wieder einmal den Offenen Bücherschrank am Münchner Nordbad mit einigen (Berg-)Büchern aus meinen Regalen zu bestücken. Andere werden diese Bücher dann aus dem Bücherschrank mit nach Hause nehmen, sie lesen. Vielleicht wieder hineinstellen. Oder stattdessen andere Bücher hinbringen. Ganz nach Belieben.

Das Konzept „Offener Bücherschrank“ scheint immer populärer zu werden – vor einigen Wochen habe ich zum Beispiel direkt am Ufer vom Wörthsee einen solchen, noch recht neuen, Offenen Bücherschrank entdeckt; in Schongau steht eine umfunktionierte alte, gelbe Telefonzelle als Offener Bücherschrank mitten in der Stadt. Immer wieder kommen neue Standorte dazu; in München wird beispielsweise gerade über einen nächsten Offenen Bücherschrank am Partnachplatz diskutiert.

Alpen Steinböcke Wanderung
(c) Verlag frischluft edition

Und ja: Darüber hinaus können meine Blogleser natürlich auch in diesem Jahr wieder etwas gewinnen: Ich verlose zwei Exemplare des Buches „Wanderungen zu den Steinböcken“ von Andreas Wiesinger, das im Frühjahr 2016 ganz frisch erschienen ist und das ich hier im Blog schon vorgestellt habe.

Was musst du für den Gewinn tun?

Schreib mir bis Montag, 25. April 2016, 23:59 Uhr, einen Kommentar: Meine Frage: An welche Begegnung mit Tieren in der freien Wildbahn erinnerst du dich ganz besonders (gerne)? Und warum? – Vielleicht hast du ja, passend zum Buch, das Glück gehabt, einen prachtvollen Steinbock in einer Bergflanke zu entdecken? Vielleicht hat dich das Pfeifen des Murmeltiers begeistert? Vielleicht hast du gar einen Auerhahn gesehen? Vielleicht war’s auch was Exotisches, auf einer Reise ans andere Ende der Welt? – Ich bin gespannt.

 

Übrigens: Auch andere Outdoorblogger machen in diesem Jahr wieder beim Welttag des Buches mit und verlosen Bücher. Zum Beispiel Jörg auf Cachoholic und Claudia auf Aktiv durch das Leben. Außerdem Gregor, der Jäger der Berge und Uli von auf-den-berg.de. Auch Charis macht auf ihrem Wohlgeraten-Tagebuch wieder mit. Einfach mal hinklicken.

Die beiden Bücher für die Verlosung hat mir der Verlag frischluft Edition zur Verfügung gestellt.

 


 

Gewinnspiel VerlosungWow, welch schöne Erlebnisse! Ein großes Danke an euch alle für’s Mit-uns-Teilen und für’s Mitmachen.

Inzwischen sind die Lose gefallen – Auf je ein Exemplar des Buchs „Wanderungen zu den Steinböcken“ dürfen sich Philipp und Carolin freuen. Herzlichen Glückwunsch; die Post ist bereits unterwegs zu euch.

Ich wünsche euch allen einen schönen Bergsommer – mit wunderbaren Tier-Begegnungen; vielleicht ja sogar Steinböcken.

 

 

 

 

  1. Passend zum Buch? Sternzeichen Steinbock! Das ist schon mal ein Start.
    Begegnung mit Tieren in freier Wildbahn? Oh. Ah. Hui. Wow. Uh! Viel Schönes, Aufregendes, Wildes durfte ich erleben. In Afrika. Als Safari Guide. Ich wähle: „Als ich dem angreifenden Löwen ins Auge blickte“ (oder besser – er in meins …). Weil es sich so tief in meine Zellen eingebrannt hat. Es war auf einer Trainings-Fußwanderung im wunderschönen Pafuri im Norden des Krügerpark. Ich als Frischling, gerade qualifizierter „Back-up Trails Guide“. Wir mussten unsere Route ändern, denn eine Herde Elephanten schlenderte in unsere Richtung (Uh!). Da blieb nur der Weg durchs Dickicht – mit flauem Gefühl. Alle Nerven gespannt. Selten war ich so fokussiert auf alles um mich herum. Geräusche, Spuren, Gerüche. Voll im Jetzt. ROOOAAAAARRRR – 15 m vor uns springt der Löwe aus einer kleinen Vertiefung. Dort saß er mit seinem Antilopen-Riss. In Millisekunden schießt durchs Hirn, was man gelernt hat. DON’T RUN! STAND YOUR GROUND! Meine Beine frieren fest. Wir sind Nichts. Er ist Alles – pure Kraft, Schönheit. Macht. In den Augen eines Löwen liegt das ganze Universum. Die Begegnung blieb freundlich. Das Brüllen des Löwen ist seitdem eine stete Erinnerung – die Urkraft des afrikanischen Busch ist unvergleichlich. Es macht mich bescheiden. Klein. Jedesmal auf’s Neue.

    • Ja, Löwen! Ich erinnere mich, als sei’s gestern gewesen an einen besonders majestätischen Löwen. In der ersten, warmen Morgensonne, auf dem Damm … 🙂 Und ich finde ja, deine Erlebnisse haben das Zeug für ein Buch (also eines, das du schreibst). Garantiert! Ganz liebe Grüße in den Busch!

  2. Caroline

    Hallo NOA,

    ich kann mich an einem Sommer im Jahr 1997 erinnern. Ich war mit meiner Mutter an der Nordsee (Sylt). Seit Monaten herrschten extreme Temperaturen … Das Wasser war ruhig. Als ich dann im Meer schwimmen war, wurde ich immer in den Rücken gestupst; als ich mich dann umdrehte, habe ich nicht schlecht gestaunt … 2 Schweinswale (Delfine) haben mich zum Spielen aufgefordert … das war eine einzigartige und schöne Erfahrung!

    Herzlicher Gruß

  3. Ich erinnere mich immer wieder gerne an die zahlreichen Störche, die ich 2015 um genau diese Jahreszeit während meines Jakobswegs in Spanien gesehen habe. Einfach unglaublich toll!

  4. Also ich bin mal in eine Gruppe von Wildschweinen reingelaufen, als ich auf dem Klosterweg zwischen Waldbreitbach und Rengsdorf (nördliches Rheinland-Pfalz) unterwegs war … das fand ich allerdings nicht ganz so angenehm. 🙂

    Angenehmer fand ich da schon eher das „Zusammentreffen“ mit einer Herde Bisons im Nordwesten der USA. Ich weiß nicht mehr genau, wo wir da waren (es war 1996!). Wir waren mit dem Wohnmobil unterwegs und machten einen kleinen Wanderhalt bei heißen, schwefligen Quellen. Auf dem Rückweg zu unserem Bungalow (in dieser Nacht schliefen wir nicht in unserem Camper) konnten wir leider nicht in denselben hinein, da sich ein Bison vor die Tür gestellt hatte und sich weigerte weg zu gehen. So mussten wir einige Zeit warten, bis dieser Koloss von der Terrasse, die Treppe hinab wieder zurück in den Busch gegangen ist.

    Was ich daran so faszinierend fand? Bisons sind RIE-SIG! Das Wort „Koloss“ trifft es wirklich. Sie bewegen sich so langsam, mit Anmut. Und trotzdem sind sie ja wirklich gefährlich, sofern man sie nicht in Ruhe lässt.

    Hach, würde ich gerne nochmals hin. … 🙂

    • Wow, Bisons – tolle Anekdote! … ich kann’s mir in etwa vorstellen. Wobei, wait a sec … ich glaub, ich muss auch mal in den Nordwesten und sie mir persönlich anschauen. 🙂 Mein Traum wäre ja, mal im Winter dorthin zu fahren. Bisons im Schnee. Einfach archaisch!

  5. Hallo NOA,
    erstmal herzlichen Dank fürs Verlinken, werden sowas auch noch einbauen, damit man ein paar andere Blogger findet.

    Meine Begegnung mit einem wilden Tier: komische Geräusche draußen, ein Blick vor die Tür und da stand er, ein Waschbär. Zwei Meter entfernt. Die sind total hübsch, nahezu kuschelig und haben tolle Augen. Er wartete sogar, bis ein paar Fotos mit der damals wenig-megapixeligen Kamera gemacht wurden, dann schlief er ein paar Stunden auf Nachbars Fensterbank um dann wieder zu verschwinden. Ich fands toll.

    Liebe Grüße aus dem Hunsrück
    Claudia

    • Sehr gerne, Claudia – schön, dass du mitmachst. Lass mich überlegen: Waschbär ist dann … USA oder Kanada?

  6. Unterwegs auf Tiere zu treffen ist immer wieder ein Höhepunkt. Besonders in Erinnerung ist mir eine Begegnung mit einem Auerhahn im Berchtesgadener Land. Beim Wandern im Mai, auf den Wegen lag noch Schnee, habe ich das Prachttier entdeckt. Einige Meter von uns entfernt, er machte Geräusche als würde er rülpsen. Ein paar Fotoversuche (missglückt, kein Tele) später sind wir weitergelaufen. Plötzlich höre ich etwas hinter mir, drehe mich um und sehe den Auerhahn auf uns zufliegen. Das Herz ist mir in die Hose gerutscht.

    Etwas friedvollere und wundervolle Begegnungen in der Wildnis gab es mit Rentieren in Skandinavien und natürlich mit Kängurus, Koalas, Wombats und Tasmanischen Teufeln in Tasmanien. Das hat mich wirklich nachhaltig beeindruckt.

  7. Bei mir läuft es etwas anders – ich fahre oft gezielt los, um Wildtiere zu beobachten. Meist ist das erst ein Such- und dann ein Geduldspiel. Objekte meines Interesses sind dabei überwiegend mediterrane Landschildkröten, die ich in ihren Lebensräumen stundenlang beobachte und fotografiere, um hernach darüber auf Vorträgen oder in Artikeln zu klugscheißern.
    Zwar ist jede Begegnung immer wieder neu großartig, aber mittlerweile nicht mehr so ungewöhnlich.
    Spannend und faszinierend aber war im vergangenen Sommer, endlich mal einen Scheltopusik gesehen und beobachtet zu haben. Ich kenne die Viecher aus Büchern, in meinem ersten Terraristikbüchlein waren Fotos. Schon da haben die mich fasziniert. Jahre später habe ich in einem Roman von Maarten t’Hart von einem Menschen gelesen, der einen Scheltopusik in seinem Garten hält. Das würde ich am liebsten auch – wäre es nicht ein Platz- und ein Witterungsproblem.

    Um so spannender war es, ein ausgewachsenes Exemplar auf einer kleinen Landstraße bei Debeljak (Kroatien) liegen zu sehen. Sonntags morgens, etwa 9.30 Uhr – eine gute Zeit, da wechselwarme Reptilien sich auf steinigen Böden aufwärmen bevor es später so heiß wird, dass sie sich wieder verkriechen.
    Es kostete etwas „Überredung“, das Tier nach ausgiebiger Fotografiererei von der Straße zu schieben, wo es möglicherweise von einem Auto überfahren worden wäre.
    War übrigens nicht der einzige Scheltopusik in diesem Urlaub. So selten sind die offensichtlich gar nicht. Danach ging es – wie nicht anders zu erwarten – wieder ins Gestrüpp auf Schildkrötensuche. Schneckentempo – Zweige hochheben, Gräser auseinanderbiegen… irgendwo müssen die Viecher ja sein…
    Muss man mögen :), sonst macht man’s nicht. Andere wandern. Muss man auch mögen.

    • Schelto-was-bitte? Es ist sicher keine Schande, wenn man diese Tierchen erst mal googeln muss, oder? 🙂 Wie du sagst: Muss man mögen. 🙂 Aber hey, spannender Exkurs … danke dafür. Ist immer wieder toll, zu erfahren, womit sich andere die Freizeit vertreiben. Muss ja wirklich nicht jeder auf den Berg gehen! Bis bald mal irgendwo live, würd mich freuen.

  8. Ich habe schon so viele tolle Tierbegegnungen gehabt. Egal ob kleine, wie die Feuersalamander, die meist erst bei Regen zu sehen sind. Oder der Steinbock, der vollkommen entspannt in der Nähe einer vollen Berghütte ausruhte.
    Nicht so schön war der Marder, der beim Starten meines Autos aus dem Motorraum sprang. Er und ich haben einen riesen Schreck bekommen, und ich musste direkt zur Werkstatt wegen zerbissenen Schläuchen.

    Viele Grüße
    Carolin

    • Feuersalamander! 🙂 … Und, oh je, ja, auf den Marder lässt sich gut verzichten – hatten wir vor einiger Zeit im Tannheimer Tal. Die Rückfahrt ging dann nur noch Huckepack …

  9. Sonja Werkwosk (Sonjas Bücherecke)

    Hallo,

    Dankeschön für diese tolle Aktion.

    Unser schönstes Naturerlebnis hatten wir letztes Jahr in Holland. Als wir über Dünen durch ein Naturschutzgebiet fuhren, sahen wir kleine niedlich Füchse. Ganz nah! Unsere Kinder und wir waren begeistert.
    Wünsche ein schönes sonniges Wochenende.
    LG Sonja

  10. Ich freue mich immer über die überraschenden Begegnungen, bei denen ich mir einem Tier plötzlich Auge in Auge gegenüber stehe. Einmal habe ich einen Auerhahn getroffen. Der ist allerdings gar nicht aggressiv geworden, wie man immer liest, obwohl wir höchstens drei Meter entfernt waren. Vorsichtig war ich trotzdem, Krallen und Schnabel sind schon furcht einflössend.
    Einmal haben wir am Trischübel unter dem Watzmann ein Murmeltier getroffen, das lange für uns posiert hat. Und letztens im Karwendel biege ich um eine Felsecke und stehe direkt vor einer Gams. Tolle Erlebnisse, die im Gedächtnis bleiben. Nur die Steinböcke fehlen mir noch.

  11. Pingback: Manuel Andrack: Schritt für Schritt | auf-den-berg.de

  12. Ooohhh toll, das Buch klingt interessant, da mache ich gerne mit. 🙂
    Meine berührendste Begegnung mit Tieren in freier Wildbahn liegt noch gar nicht lange zurück. Ich war am vergangenen Wochenende in Schleswig-Holstein wandern, vielfach abseits der Wege, und da gab es so viele tolle Begegnungen, dass ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Ich konnte einen brütenden Schwan mit seinem Lebensgefährten beobachten, das war faszinierend. Anschließend sah ich auf einer von der Sonne beschienenen Anhöhe Dammwild, wie es seeleruhig graste – sie hatten mich nicht bemerkt und ich konnte sie lange beobachten. Das war klasse. Und Wildschweine sah ich auch. Es war in seiner Gesamtheit eines der schönsten Outdoorwochenenden, nicht zuletzt aufgrund der Hautnah-Tierbegegnungen.
    Super, dass ihr bei Blogger schenken Leserfreude mitmacht – ich bin mit meinem Blog auch wieder dabei. 🙂
    Viele Grüße
    Meike

  13. Schöne Aktion und bei dieser Gelegenheit danke für den inspirierenden Blog. Ich lebe auch in München und habe schon viele deiner Anregungen aufgenommen!
    Bei Tieren ab einer gewissen Größe bin ich immer eher ängstlich. Vor Jahren waren wir in Canada in den Rocky Mountains und haben fast jeden Tag Bären gesehen. Meist mit ausreichend Abstand. Einmal am Abend lief in der beginnenden Dämmerung eine Bärenmutter mit Bärenkind ungefähr 10 Meter entfernt vor uns über den Weg. Erst haben wir ganz still gehalten und dann – als die beiden wieder im Wald verschwunden waren – in einem Rekordtempo zurück zum Auto. Das war vermutlich nicht ganz ungefährlich. Mit dem Fernglas aus sicherer Entfernung beobachte ich deutlich entspannter. Und da gibt es auch in den heimischen Alpen wirklich viel zu sehen. Murmeltiere sehr häufig, aber auch Steinböcke und einen Adler habe ich so schon beobachtet. Für mich – und das Tier – deutlich stressfreier.

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