Gedanken am Wege Vermischtes

Der Mensch lebt nicht vom Berg allein

Über das Essen & Genießen

Gar keine Frage: Der Ausblick von einem Gipfel entschädigt für vieles. Zuvorderst für die gerade durchgestandenen Mühen, zum Gipfel zu gelangen. Die Zeit am Berg lässt manch Stress und Sorge einfach vergessen. Lässt im besten Sinne „abschalten“. Doch damit allein ist’s nicht getan – früher oder später kommt er: Der Appetit. Oder gar der Hunger.

Mit oder ohne Einkehr?

Im Sommer sind oft die allerschönsten Touren die, auf denen es keinen Gasthof, keine Alm und keine noch so kleine Hütte gibt, auf der sich etwas kaufen lässt. Einfach ein Brot, etwas Obst oder eine Nascherei aus dem Rucksack gezogen und den Tag genießen.

Doch gerade im Winter ist die Freude groß, wenn irgendwo Rauch aus dem Schornstein steigt und man durch eine Tür eintreten kann. Hinein in die wohlige Wärme, zu dampfender Suppe oder duftendem Kuchen. Dazu noch ein sympahtischer Wirt, der mit Herzblut bei der Sache ist und der ein ehrlich-freundliches Wort auf der Lippe hat. Besser kann’s nicht laufen. Und dorthin wird man immer wieder gerne zurückkehren.

Berge von köstlichem Kaiserschmarrrn auf der Schönfeldhütte
Berge von köstlichem Kaiserschmarrrn auf der Schönfeldhütte

Genuss ist, wenn …

Das ist am Berg wie in der Stadt: Denn natürlich ist es möglich, immer Neuem hinterherzujagen. Doch irgendwann kommt das Verlangen, gar nicht darüber nachzudenken, wo’s hingehen soll. Der innere Kompass weist schon längst den Weg: An einem Stadt-Samstag zum Café Vits mit seinem würzigen Aroma frischgerösteter Kaffeebohnen. Sonntags zum Ignaz, der seit Ewigkeiten ein Garant für gefühlt wagenradgroße und einfach köstliche Kuchenstücke ist. Oder zum Kafehaus Karameel, das Wiener Kaffeehaus-Gemütlichkeit an der Isar versprüht … Soll doch die Stadt woanders laut treiben.

Und auch auf einer Wanderung passiert’s ab und zu: Wenn’s wirklich schmeckt, kann selbst der schönste Gipfel schon mal zum Nebenschauplatz werden. Allein schon wegen der Einkehr lohnt sich die Runde wieder und wieder.

Mich interessiert: An welchen Ort in den Bergen (oder natürlich auch im Tal und Flachland) erinnerst du dich ganz besonders gerne? Wohin kehrst du regelmäßig zurück? Vielleicht gibt’s ja eine Tour, die du vor allem wegen der Einkehr empfiehlst? Hast du eine spezielle Empfehlung, was man bestellen oder wo man sitzen sollte?

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