Bergauf Hier & da hin

Sonnenpanorama in den Tannheimer Bergen

Das perfekte Ende eines Schietwetter-Wochenendes

Sonnenalm – der Name ist Programm und klingt für uns nach drei Schmuddel-Tagen am Jahresanfang in der Nähe von Sonthofen einfach zu verlockend, um es nicht auszuprobieren. Hätten wir das doch nur früher gewusst!

Wir kommen also – aus Münchner Sicht gesehen: Hinten herum bzw. von oben – über das Oberjoch und Schattwald gefahren. Zwar hatten wir schon davon gehört, dass das Tannheimer Tal Dank seiner bevorzugten Lage öfter die schöneren Bedingungen zu bieten hat als die deutsche Seite. Aber so einen Unterschied, von jetzt auf gleich, hatten wir uns beim besten Willen nicht vorstellen können.

Aufs Füssener Jöchl, wo die Sonnenalm mit phantastischen Ausblicken auf die umliegenden Berge zur Einkehr einlädt, soll’s gehen. Gestartet wird an der Seilbahnstation in Grän. Die meisten hier lassen sich natürlich hochgondeln, aber auch ein guter Teil Pistengeher ist unterwegs und nutzt die Sonnenstunden.

Wir halten uns zunächst am Rand der Schachenpiste bis zum oberen Lifthäusel. Die herkömmliche Routenführung weist von dort in einem Linksbogen auf einen Waldweg, der etwa 600 Meter weiter wieder auf die Piste einmündet und ohne große Umwege zur Sonnenalm führt. Wir aber sind so entzückt von dem blauen Himmel, der weißen Pracht, und der kitschig-schönen Stimmung im schützenden Wald, dass wir uns stattdessen rechts halten. Dahin, wo auch die Spuren anderer Tourengeher zu sehen sind und wo ein Skiweg markiert ist. So finden wir uns wieder auf dem Weg 413 zur Gessewangalpe, von dort unter der Läuferspitze vorbei. Kurz darauf stehen wir wieder am Pistenrand und nur noch ein paar letzte Höhenmeter trennen uns vom Füssener Jöchl.

Derweil haben sich die Wolken zusammengeschoben und innerhalb kürzester Zeit wird klar: Wenn die Sonne nicht scheint, dafür aber der Wind bläst, kann es Anfang Januar auf 1.821m richtig ungemütlich werden. So kommen wir dieses Mal nicht in den Genuss entspannender Momente im Liegestuhl, von denen wir gelesen hatten. Stattdessen geht es auf der autobahnbreiten Piste gen Tal. Und es hilft nur eins: Wiederkommen. Das wird uns nach dieser glanzvollen Ouvertüre nicht schwerfallen.

Fazit: Während für die herkömmliche Pistentour 1 ¾ Stunden veranschlagt sind, braucht man für die von uns gewählte Route ein gutes Stück mehr Zeit. Die ist es bei geeigneten Bedingungen in jedem Fall Wert, da der Anstieg im Wald immer wieder mit wunderbaren Blicken auf die prominenten Tannheimer Berge belohnt. Obacht zu geben ist je nach Wetter- bzw. Lawinenlage auf dem letzten Stück vor Rückkehr auf die Piste.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.