Zu Gast bei ...

Kleine Charme-Bolzen

2. April 2017

Ganz besondere Berg-Unterkünfte

Immer wieder mal werde ich auf Gastgeber in oder an den Bergen aufmerksam, die aus der Masse herausstechen. – Durch ihre Herzlichkeit. Durch das ganz besonderes Ambiente, die außergewöhnliche Lage und die bemerkenswerte Entstehungsgeschichte ihrer Häuser, durch ihre Philosophie. Hier nun vier dieser Häuser, die es mir in letzter Zeit besonders angetan haben:

#1: Altenauer Dorfwirt in Altenau

Das eindrucksvolle am Altenauer Dorfwirt ist seine Geschichte: Es gab nämlich eine Zeit in dem kleinen Ort in den Ammergauer Alpen, in denen das Dorfzentrum etwas verwaist war, denn das ehemalige Gasthaus war viele Jahre geschlossen. Als das Gebäude dann vor einigen Jahren verkauft werden sollte, entschieden sich die Altenauer, die Geschicke des Gasthofs selbst in die Hand zu nehmen. In vielen, vielen Stunden sanierten sie gemeinsam mit den ortsansässigen Handwerkern das Haus. Direkt neben der Kirche und der Schule gibt es nun also einen hübschen Gasthof, in dem Florian Spiegelberger wunderbar kocht und gemeinsam mit seiner Frau Izabella sechs moderne Zimmer für Gäste bereithält.

Morgens direkt auf die Loipe? – Kein Problem. Für Einsteiger wunderschön ist die Kochelfilzrunde.

Dorfzentrum komplettiert: Kirche, Schule … und Wirtshaus.

#2: Gasthof Hochvogel in Hinterhornbach

Das Hornbachtal ist ein Seitental des Lechtals, als einziges Tal links des Lechs ist es bewohnt; in Hinterhornbach knapp 100 Menschen.

Der Hochvogel als Namensgeber des Gasthofs ragt im Hintergrund in die Höhe. Der erst einmal vielleicht schlichte Eindruck des Gasthofs täuscht: Die Zimmer wurden peu a peu in letzter Zeit modernisiert und sind gemütlich. Wunderschön ist die alte, heimelige Stube. Und dann erst das Essen! – Gastgeber Jürgen Friedle kocht fantastisch und kreiert mit ausgewählten heimischen Zutaten grandiose Menügänge. Besonders in Erinnerung ist mir von unserem Besuch das Heusorbet.

Guten Morgen!

#3: Sillberghaus bei Bayrischzell

Eine Einschränkung vornweg: An und für sich muss man das ganze Sillberghaus mieten, wenn man dort übernachten möchte. Also hat man am besten etwas wie einen runden Geburtstag oder eine Hochzeit zu feiern, wozu man bis zu 30 Gäste zum Übernachten einlädt. Oder man ist selbst Gast bei einer eben solchen Feier, um die hübsche Hütte auf 1.030m ausgiebig zu genießen.

Keine Regel ohne Ausnahme: An einigen ausgewählten, sogenannten Einzelbucher-Wochenenden im Jahr öffnet Wirt Ludwig das Sillberghaus für Gäste, die einfach mal individuell eine Nacht am Berg verbringen wollen und die den charmanten Mix einer an und für sich einfachen, aber außerordentlich liebevoll wie dezent dekorierten Hütte zu schätzen wissen.

Gute Nacht!

#4: Baumhaus Betzigau

Einmal im Baumhaus übernachten! Dieser Traum wird in Betzigau, in der Nähe von Kempten, wahr. Familie Bechteler hat 2015 vier Baumhäuser gebaut. – Jeweils gut 30 qm groß, mit allem Komfort. Eine kleine Küche, Bad, zwei Schlafräume mit jeweils einem Doppelbett, dazu Veranda und Dachterrasse.

Die Baumhäuser sind mit viel Fingerspitzengefühl in alten Rotbuchen versteckt. Selbst, wenn die Bäume kein Laub tragen, nimmt man sie am Übergang von Wiese und Wald erst auf den zweiten Blick wahr. Nebenan ist ein kleiner Bachlauf, auf dem Grundstück gibt es außerdem einen Picknickplatz mit Feuerstelle und eine Grillhütte. Auf Wunsch gibt es einen Frühstückskorb, mit Ei und Milch vom eigenen Hof.

Auf eine gute Nachbarschaft mit dem Eichhörnchen.

 

Zur Übernachtung im Altenauer Dorfwirt und im Baumhaus in Betzigau erhielt ich für Vor-Ort-Recherchen eine Einladung von Ammergau Alpen GmbH bzw. von Familie Bechteler

 

 

 

You Might Also Like

Kommentiere als Erster diesen Beitrag

Schreibe einen Kommentar