Gipfeltreffen Vermischtes

Der still in der Morgendämmerung sitzt:

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Gipfeltreffen mit Philipp Mack – Allrounder in der Natur

Woher kommt Deine Bergbegeisterung?

Meine Eltern sind mit meiner Schwester und mir schon in frühester Kindheit in die Berge gegangen; ich habe viele Ferien in der Schweiz und Österreich beim Bergsteigen und auf Almen verbracht. Dadurch, dass ich bei München aufgewachsen bin, waren auch später die Berge nie allzu weit weg …

Hast Du bereits konkrete Bergpläne für diesen Sommer? 

Ich habe das Glück, dass ich seit einigen Jahren in der Berghütte eines guten Freundes Unterschlupf finden kann. Dorthin – nach Hafling (Südtirol) – soll’s auch in diesem Jahr wieder gehen. Außerdem habe ich vor, ein paar Hüttentouren und Klettersteige, vorzugsweise in den Dolomiten zu absolvieren.

Du bist beruflich sehr viel in Asien unterwegs. Steigst Du dort, zum Beispiel an einem freien Wochenende während einer Dienstreise, auch mal auf einen Berg?

Mein Beruf führt mich immer wieder in alle Himmelsrichtungen und zurzeit in der Tat viel nach Asien – vor allem nach China und Indien. Insbesondere die Grenzregion zwischen diesen beiden Ländern, der Himalaya, fasziniert mich sehr. Leider führen mich meine Dienstreisen nicht in diese Gegend, sondern fast ausschließlich in die Metropolen der jeweiligen Länder. Das ist auch sehr spannend und man bekommt dort auch eine Menge neuer Eindrücke – wenn es die Zeit zwischen den Besprechungen erlaubt, etwas von Land und Leuten mitzubekommen.

Du bist Jäger. Wie beeinflusst das Deine Art, die Natur zu sehen?  

Mit der Jagd bin ich aufgewachsen, sie gehört seit Generationen zu meiner Familie. Als Jäger verbringt man sehr viel Zeit draußen in der Natur und bekommt hautnah den Kreislauf der Jahreszeiten bei Wind und Wetter mit. Die meiste Zeit wendet man, je nach Jahreszeit, für das Versorgen der Fütterungen im Winter und Notzeiten auf, wenn das Wild in unserer modernen Kulturlandschaft nicht mehr ausreichend Äsung (Futter) findet. Außerdem ist da noch das Anlegen und Freihalten von Pirschwegen, die Pflege der Reviereinrichtungen und nicht zuletzt der Ansitz. Hier hat man viel Zeit und Muße, sich in aller Ruhe die Natur und Landschaft anzuschauen. Für mich ist das eine wunderbare Art, einen Ausgleich zu schaffen zu den langen Arbeitstagen im Büro vor dem Computer und in Besprechungen. Oft sitzt man dann stundenlang auf einem Fleck, hört den Vögeln zu, wie sie bei Anbruch der Morgendämmerung ihr Konzert anstimmen, und sieht zu, wie langsam vom Grau der Nacht mit der Dämmerung Farbe in die Natur zurück kommt. Ob man dann auch Wild in Anblick bekommt oder gar hin und wieder Nachschub für die heimische Küche erlegt, ist da fast schon zweitrangig.

Welche Tour steht derzeit weit oben auf Deiner Wunschliste?

Ganz oben auf meiner Liste steht eine Tour zum Mount Kailash in Tibet. Es ist einer der heiligsten Berge für Hindus und Buddhisten und man sagt, dass man nach 108-maliger Umrundung dieses Berges zu Fuß gute Chancen auf Erleuchtung habe. Dabei muss man allerdings die 53 km lange Umrundung auf eine beschwerliche Art vollbringen: Auf den Bauch legen, Arme ausstrecken, aufstehen, drei kleine Schritte gehen … Es soll eine traumhafte Tour sein, diesen Berg zu umrunden, und neben der beeindruckenden Kulisse ist es sicherlich sehr interessant die Pilger zu beobachten.

Und nun: Augen zu und träumen. Finanzierung und Zeit spielen keine Rolle – wohin geht’s?

Da geht’s dann für ein paar Monate durch Südamerika. Hier würde ich neben den alten Ruinenstädten der Ureinwohner, insbesondere Machu Picchu der Inkas, sowie der Atacamawüste ausgedehnte Touren durch den Amazonas unternehmen und natürlich ausgiebig die Inseln von Feuerland erkunden. Dabei kommt man sowohl bergsteigerisch auf seine Kosten als man auch kulturell faszinierende neue Eindrücke mitnehmen kann. Aber zeitlich wird das – zumindest als eine zusammenhängende Reise – so schnell sicher nichts werden … Vielleicht schaffe ich es ja, häppchenweise in den nächsten Jahren Teile davon zu erleben.

Eine Hütte, die Du besonders weiterempfehlen würdest?

Eine der nettesten Hütten, die ich bislang gefunden habe, ist die urige Tschafonhütte im Schlern-Rosengarten Gebiet in Südtirol. Die Zimmer werden nachts nur durch Kerzen erleuchtet; das Essen besteht ausschließlich aus hausgemachten Erzeugnissen.

Wo trifft man Dich, wenn Du nicht am Berg bist? 

Meine Freizeit verbringe ich gerne draußen in der Natur und neben dem Jagen gehören Wandern, auch Skifahren & -touren sowie das Tauchen fest dazu. Genauso schätze ich aber nette Abende mit Freunden, ausgehen oder gemeinsam kochen und gelegentliche Besuche von Konzerten, Oper, Theater und Kino.

Philipp.Mack.1Philipp Mack (Jahrgang 1975) stammt aus Gräfelfing. Nach seinem Studium fing er – zunächst in München – bei Siemens an. Seit 2006 lebt er in Nürnberg, wo er das Unternehmens-Portfolio „Elektrische Antriebstechnik“ für Züge sowie für Minenfahrzeuge (Muldenkipper) und (hybrid-)elektrische Busse verantwortet.

 

 

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