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Mauerläufer

Durchblicke - Rundgang auf der Stadtmauer Nördlingen

Ein Spaziergang rund um die Nördlinger Altstadt

Fast so kreisrund wie das Nördlinger Ries ist die Stadtmauer von Nördlingen. – Bestens in Schuss, mit einem vollständig erhaltenen, begehbaren und überdachten Wehrgang. 

1327 befahl Ludwig der Bayer, mit dem Bau einer Stadtmauer zu beginnen. Denn Nördlingen war Reichsstadt und wichtiger Handelsplatz; zwei bedeutende Handelsstraßen kreuzten sich hier. Bis der Mauerring samt Graben und Schanzen, Toren und Türmen geschlossen war, dauerte es mehrere Jahrzehnte. Ziel der Anstrengungen: die Stadt sollte verteidigt werden können – was ein ganz paar Mal in der Geschichte auch notwendig war. 

Knapp 500 Jahre später wurden immer mehr Teile der inzwischen überflüssig gewordenen Stadtmauer abgetragen. 1826 stellte König Ludwig I. von Bayern die Mauer jedoch unter Schutz und untersagte damit den weiteren Abriss. – Ein Beispiel des ganz frühen Denkmalschutzes in Bayern. 

Vor Ort

Um die Nördlinger Altstadt auf der Mauer einmal zu umrunden, läuft man knapp drei Kilometer. Für den vollständigen Weg ruhig zwei Stunden einplanen, man verliert sich leicht in den Blicken über die roten Ziegeldächer. Auch schlechtes Wetter hindert nicht an dem Mauerlauf auf dem komplett begehbaren Wehrgang, denn er ist zu einem großen Teil überdacht.

Durch insgesamt fünf Tore lässt sich die Altstadt von Nördlingen betreten – durch das Baldinger, Löpsinger, Deininger, Reimlinger und das Berger Tor. 

In der Nähe des Baldinger Tors befindet sich auch das Rieskrater-Museum, in dem Einschlagkrater – besonders der des Nördlinger Rieses erklärt wird.

Übernachten in historischen Gemäuern: Das Klösterle, ein ehemaliges Franziskanerkloster, ist eine ideale Basis für Erkundungen in der Stadt.

Hinkommen: Unmittelbar östlich der Altstadt befindet sich der Bahnhof Nördlingen.

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