Von Hölzchen & Stöckchen

Berge backen

17. November 2017

Butterplätzchen in drei Varianten

Advents-Zeit ist unweigerlich auch deutlich mehr Drinnen-Zeit.

Schon mit der Zeitumstellung Ende Oktober genieße ich es, dass die Abende lang und dunkel sind und – bis auf wenige Ausnahmen – kaum Bedarf besteht, ewig draußen zu bleiben. Statt dessen also heißt es nach der Arbeit: Öfter Freunde treffen. Wieder mehr lesen, mal was stricken. Und früher oder später auch Plätzchen backen.

Genau genommen bin ich mit dem vorweihnachtlichen Backen dann aber doch oft ziemlich spät dran. Mitunter lasse ich es auch ganz bleiben, weil doch immer wieder etwas anderes dazwischenkommt und ich den richtigen Moment komplett verpasse. Dieses Dilemma ist wahrscheinlich auch der Grund, warum sich bei mir zwei der aller-einfachsten Plätzchen-Rezepte durchgesetzt haben: Zum einen Hietzinger Plätzchen mit Kakao und Mandeln. Zum anderen Mürbteigplätzchen – wunderbar butterig, weshalb sie oft auch Butterplätzchen heißen. 

Das Aufwändigste an dieser ganzen Back-Nummer ist das Nachschauen, ob alle Zutaten da sind – sind sie meist. Und das Aufräumen der vier, fünf Utensilien, die es braucht. Damit sich das Anschmeißen des Ofens lohnt, kann man natürlich das Rezept auch gleich drei Mal backen kann, in verschiedenen Varianten.

Klar war in diesem Jahr: Ich wollte Berge backen und besorgte mir eine entsprechende Ausstechform.

Und so geht’s:

Grundteig Mürbeteig

Je nachdem, wie stark du den Teig ausrollst, reicht das Rezept für etwa 45 Berge.

  • 300g Mehl
  • 200g Butter
  • 100g Zucker
  • 1 Messerspitze Bourbon-Vanille
  • 1 Ei
  • 1/2 Päckchen Backpulver (es geht auch ohne)

Alles zu einem glatten Teig verkneten und in Haushaltsfolie eingewickelt oder, um die Wegwerf-Folie zu vermeiden, in einer geschlossenen Dose mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank stellen. (Der Teig hält genau so gut bis zu 1 Woche im Kühlschrank aus.)

Aus dem Kühlschrank nehmen und ausrollen, am besten mit einem Nudelholz. Falls du keins zur Hand hast, geht’s natürlich auch händisch. Oder, kitchen-lifehack-mäßig, mit einer Weinflasche oder ähnlichem. Falls der Teig (zu stark) klebt, etwas zusätzliches Mehl auf der Arbeitsfläche verteilen.

Mit der Plätzchenform ausstechen. Den überstehenden Teig rund um die Plätzchen entfernen, Plätzchen aufs Backblech heben und den Restteig wieder zu einer glatten Teigkugel kneten. Erneut ausrollen, ausstechen und das ganze wiederholen, bis der Teig aufgebraucht ist.

Die Plätzchen etwa 10 min bei 180 Grad Umluft backen. (Unterschiedlich von Ofen zu Ofen; ggf. beim ersten Blech zeitiger hinschauen, damit die Mürbteigplätzchen nicht zu kross werden. Alternativ die nächste Teig-Charge weniger dünn ausrollen.)

Die Plätzchen abkühlen lassen und – nur die Bergspitzen oder komplett – mit Puderzuckerglasur versehen. Dazu nach Belieben etwas Zitronensaft oder Wasser mit Puderzucker vermischen. Mit einem Backpinsel auftragen oder die Bergspitzen in die Glasur eintauchen.

Rezept-Variante 2:

Zum Teig Kakao nach Bedarf zufügen (ca. 4-5 Teelöffel).

Rezept-Variante 3:

Statt der Puderzuckerglasur kommt Kuvertüre zum Einsatz. – Die Schokolade im Wasserbad erwärmen und die Plätzchen bepinseln oder eintauchen.

… und auch sonst kann man sich mit Mürbteig natürlich austoben. Beispielsweise, indem man noch ein wenig Zimt in den Teig gibt. Oder die Bergspitzen mit Hagelzucker verziert. Oder …

Jedenfalls: Plätzchen dann komplett auskühlen und die Glasur trocknen lassen. In einer geschlossenen Dose aufbewahren und innerhalb der nächsten zwei, drei Wochen genießen.

 

Gutes Gelingen!

 

 

 

 

 

 

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4 Kommentare

  • Reply Conny 18. November 2017

    Hallo Nadine,
    deine mitgebrachten “Berge” habe ich schon genüsslich aufgefuttert. Sehr lecker. Danke nochmal.
    Meine Plätzchen Aktion kommt bei mir auch in Kürze.
    Liebe Grüße
    Conny

    • Nadine
      Reply Nadine 26. November 2017

      Sehr gerne, liebe Conny! War ein schöner Tag im Allgäu. Liebe Grüße, Nadine

  • Reply Outdoormädchen 26. November 2017

    Nadiiiine, die Plätzchen sind wirklich super lecker! Merci! Und ja wirklich einfach zu machen. Ich brauche nur noch den Ausstecher, dadurch schmeckt’s nämlich umso besser!

    Liebste Grüße, Corinna

    • Nadine
      Reply Nadine 26. November 2017

      Corinnaaaaa – dass du darin das Riedberger Horn erkannt hast, ist ja großartig. Manchmal braucht es eben etwas Abstand, um die Dinge besser zu sehen. 🙂 Wunderbar! Und du hast absolut recht: Es IST es.
      Der Ausstecher ist übrigens von Städter; ich hab ihn online gekauft. Zu meiner großen Überraschung hab ich ihn in München nicht bekommen. Kannst du dir das vorstellen – München ohne gescheiten Berg-Ausstecher?! Von einem anderen Hersteller gibt’s übrigens auch das Matterhorn, das ist dann noch etwas größer. Falls es wäre … Aber bei dir dürfte da die Entscheidung ganz klar sein … 🙂 Liebe Grüße nach NRW, Nadine

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