Über Land

Globales Zwiegespräch

18. März 2018

Erdfunkstelle in Raisting

Und dann wieder heißt es spontan zu sein: In einer lauen Spätsommernacht zum Beispiel. Nach dem Abendessen ins Auto gesetzt und nach Raisting, ein paar wenige Kilometer südlich vom Ammersee, gefahren.

Mitten in den Feldern erwartet uns dann nicht nur das lautstarke Zirpen der Grillen, sondern ein besonders spektakulärer Blick auf die dortige Erdfunkstelle mit seinem riesigen Radom. 

 

 

“The single biggest problem in communication is the illusion that it has taken place.”

George Bernard Shaw

 

Gut zu wissen

Hintergrund – Interkontinentale Kommunikation & Globalisierung: Vor mehr als 50 Jahren – 1964 – ist die Erdfunkstelle als eine der ersten in Betrieb gegangen und stellte über die Jahrzehnte die Kommunikation mit Nachrichtensatelliten sicher. Ereignisse wie die Mondlandung 1969 oder die Olympischen Sommerspiele in München 1972 konnten mit Hilfe der Raistinger Erdfunktstelle überhaupt erst weltweit übertragen werden.

Um die Aufmerksamkeit buhlen in Raisting zum einen das knapp 50 Meter durchmessende Radom, eine kugelförmige Traglufthalle, die eine 25 Meter große Parabolantenne vor der Witterung schützt. Und direkt nebenan eine Reihe von freistehenden Parabolantennen.

Seit 1999 steht das Radom unter Denkmalschutz und wird heute als Museum geführt. Die in den Feldern stehenden Parabolantennen gehören heute einem US-amerikanischen Unternehmen, das vor allem im Auftrag von Hilfsorganisationen und verschiedenen Agenturen der Vereinten Nationen weltweit satellitengestützte Telekommunikationslösungen bereitstellt.

Hin und weg: Mit dem Zug oder mit dem Auto nach Raisting. Von Raisting durch die Felder Richtung Süden spazieren, Wendepunkt ist die Wallfahrtskapelle St. Johann, direkt neben der Erdfunkstelle. Nachts bietet es sich an, über den ausgeschilderten Weg direkt an das Radom heranzufahren, wo es auch einen Parkplatz gibt.

Führungen: Es ist möglich, das Radom zu besichtigen – dazu beim Förderverein Industriedenkmal Radom Raisting melden. Unabhängig davon führen asphaltierte Wege durch die Felder rund um die Parabolantennen, so dass man jederzeit diesem außergewöhnlichen Areal einen Besuch abstatten kann.

Kombiniert gut: Ein Besuch der Erdfunkstelle lässt sich elegant mit einem Radl- und/oder Badeausflug am Ammersee verbinden. Oder eben mit einem Blick in den Nachthimmel.

Auch Uli von auf-den-berg.de war vor einiger Zeit in Raisting und hat dort noch ganz andere Dinge entdeckt.

 

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2 Kommentare

  • Reply Oli 5. Juli 2018

    Hi Nadine 🙂
    Das sieht sehr interessant aus aber die Erdfunkstelle macht mir irgendwie Angst 😀 Sieht ein bisschen so aus, als hätten es Aliens erschaffen 🙂

    • Nadine
      Reply Nadine 18. Juli 2018

      Hi Oli, zugegeben, gerade nachts wirkt’s schon a bissl spooky. 🙂

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