Hier & da hin Italien Über Land

Museums-Highlights im Trentino

Zu Besuch in Trient und Rovereto

Geheimrat Goethe hat wieder einmal recht: „Man sieht nur, was man kennt.“

Anfang Februar stellte Jon Mathieu im Haus des Alpinismus in München sein Buch „Die Alpen“ vor. Vor allem zu einigen Bebilderungen des Buches erzählte er kleine Anekdoten und Hintergründe zur Kulturgeschichte der Alpen. In dieser Auswahl: Das Monatsbild Juli aus dem Castello del Buonconsiglio in Trient.

Trento
Monatsbilder aus dem Fresko im Torre Aquila in Trient

Wahrscheinlich wäre mir diese Abbildung in dem sehr lesenswerten Buch gar nicht weiter aufgefallen. Hätte ich nicht einige Wochen zuvor die Gelegenheit gehabt, Trient und Rovereto etwas genauer kennenzulernen.

Ich behaupte jetzt mal: Fast jeder Italien-Reisende, in jedem Fall JEDER Gardasee-Urlauber ist schon mal an Trient und Rovereto vorbeigefahren. Ja, vorbeigefahren … und das ist auch schon das Bedauerliche. (Oder auch das Schöne. – Ganz, wie man’s sieht.) Während jedenfalls am Gardasee und im nördlich davon gelegenen Kletter-Mekka Arco alle möglichen deutschen Dialekte zu hören sind, scheint auf der anderen Seite der Brenner-Autobahn alles seinen gewohnten italienischen Gang zu gehen.

Sowohl Trient als auch Rovereto haben einen ganz eigenen Charme. Prunkvolle venezianische Paläste wechseln sich ab mit eher alpenländisch geprägten Laubengängen und kleine Gassen. Immer wieder kleine Bars und Cafés. Und ringsum die Berge. Man kann sich wunderbar treiben lassen.

In den beiden Städten außerdem: diverse Museen, die einen Besuch lohnen. Allen voran das MUSE in Trient, ein sehr sehenswertes Wissenschaftsmuseum, und das MART in Rovereto, das wichtigste Museum für moderne und zeitgenössische Kunst in Italien.

Und eben das über Trient thronende Schloss Castello del Buonconsiglio: Über einen langen Wehrgang mit dem Schloss verbunden gelangt man zum sogenannten Adlerturm, den Torre Aquila, mit sehr berühmten Fresken. – Elf Monatsbilder, die das Leben im ausgehenden Mittelalter darstellen. (Das zwölfte, der März, ist – in einem Feuer? – abhandengekommen.) Hier der Adel, dort die Bauern. Hier die Schneeballschlacht im Januar, dort die Heuernte im Juli. Das ganze vor alpiner Kulisse, unendlich viele kleine Geschichten erzählend.

Ob nun Museumsgänger oder nicht. – Meine Empfehlung (nicht nur) für Gardasee-Urlauber heißt: Schaut bei der nächsten Fahrt durchs Trentino mal in Rovereto und Trient vorbei.

Tipp: 

Rovereto eignet sich hervorragend als Ausgangs- und Zielort für eine Wanderung auf dem Sentiero della Pace. Zum Abschluss unbedingt gemütlich einen Cappuccino bei der Kaffeerösterei Bontadi mitten in der Altstadt von Rovereto trinken.

 

Die Museen von Trient und Rovereto  habe ich während einer Pressereise von Trentino Marketing kennengelernt. 

 

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